Anmerkungen zu der Gefahr, dass das Gute Gewohnheit wird von ULRICH MOESKE, Leiter der Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund Chancen und Grenzen zeitgenössischer Kunst in Kirchen von WOLFGANG E. WEICK, Leiter des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund Der Geist weht weiter! von KURT EICHLER, Geschäftsführer der Kulturbetriebe Dortmund und Leiter des Kulturbüros der Stadt Dortmund Kino in der Kirche? von ERNST SCHRECKENBERG, Programmbereichsleiter des vhs\\kino.plus in Dortmund Kunst ist die eigentliche Sprachform des Christentums von MANFRED SORG, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen
KirchenRäume – zwischen Kult und Kultur von HANS WERNER DANNOWSKI, Stadtsuperintendent i.R. von Hannover Kunst ist Bereicherung für eine Gemeinde von CARL DREPPER, Pfarrer der Heilig-Kreuz Kirchengemeinde, Dortmund Kunst und Kirche von CLAUDIA KOKOSCHKA, Programmleiterin im Kulturbüro der Stadt Dortmund Kunst und Kirche, Bewegung und Anarchie von PROF. URSUL ABERTRAM-MÖBIUS, Professorin für Kunst am Fachbereich Kunst und ihre Didaktik an der Universität Dortmund Räume der Kultur von BODO HARENBERG, Verleger des Harenberg Verlages in Dortmund Veni, Vidi, Video – und das in der Kirche! von PROF. DR. HENNING SCHRÖER (†), gestorben im Jahr 2002, em. o. Professor für Praktische Theologie an der Universität Bonn Kunst und Normalität von PAUL-GERHARD STAMM, Superintendent im Kirchenkreis Dortmund-Mitte-Nordost Wohin der Geist weht ! von DR. RÜDIGER SAREIKA, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen Zehn Jahre Zusammenarbeit in St. Petri – ein Prozess von BARBARA VON BREMEN, Pfarrerin bei St. Petri – Kirche in der City, Dortmund
Anmerkungen zu der Gefahr, dass das Gute Gewohnheit wird
ULRICHMOESKE ist Leiter der Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund
Als anlässlich des Kirchentages im Ruhrgebiet die Frage der Notwendigkeit kirchlicher Kulturarbeit diskutiert wurde, gehörte akku zu den Initiativen, die – auch gegen den Widerstand von Zweiflern – das Anliegen vorantrieben. Seither ist die Arbeitsstelle in Dortmund nicht mehr wegzudenken. Die damalige Auffassung, dass Formen von Kulturarbeit noch mehr als bisher Einzug halten in das Leben von Gemeinden, hat sich bestätigt. Das trifft zunächst einmal auf St. Petri zu – einem Ort, der mehr und mehr für kirchliche Kulturarbeit stehen könnte. Das zeigt sich genauso gut in St. Reinoldi, beispielsweise als Ort modernen Tanzes, aber auch in anderen Gemeinden. Da treten Chöre auf, da spielt das Schauspiel, es finden Ausstellungen statt und es zeigt sich, dass Kultur und Botschaften keine Gegensätze sind.
Es wäre allerdings grundfalsch, diesen Tendenzen die Erkenntnis zu entnehmen, kirchliche Kulturarbeit habe sich so manifestiert, dass man eine spezielle Arbeitsstelle nicht mehr bräuchte. Hier sei an einiges erinnert: Kultur ist kein Stillstand, sondern ein fortlaufender Prozess, der ständig neue Formen von Aussage und Darbietung hervorbringt. Dies zeigt sich in Bereichen der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik vor allem. Kultur ist in zunehmendem Maße Bestandteil einer Alltagsästhetik geworden, mit deren Hilfe Botschaften transportiert werden. Kultur ist daher eine große Chance für die Verständigung von Anliegen und Botschaften. Diese Chance muss die Kirche nutzen, weil sie sonst Gefahr läuft, vor der Wahrnehmung von der berühmten Bildfläche zu verschwinden. Keine gesellschaftliche Gruppe verzichtet auf die Chancen der Kunst und Kultur.
Hier hat akku seinen Platz. Es geht um das Beobachten der Kulturszene. Es geht um das Aufspüren neuer Tendenzen und ihrer Umsetzung in Botschaften. Es geht um Serviceleistungen für die Kirche in Dortmund und Lünen. Es geht um Anregungen für gemeindliche Arbeit und es geht vor allem um Profilbildungen für eine moderne, welt- offene, engagierte und entschlossene Kirche.
Dies muss man sich verdeutlichen und dabei zugleich die Feststellung treffen, dass dies in Dortmund geschieht in einer ausgesprochen professionellen Form – fast schon so professionell, dass man sich daran gewöhnt. Unser Wahrnehmungsproblem bleibt: An Kultur und Kunst darf man sich nicht gewöhnen. Es muss immer neu und interessant sein und hier kann man nur die Hoffnung formulieren, dass akku uns immer wieder auf die berühmten Füße tritt.
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