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Film, Theater, Performance, Hörspiele, Musik...

videotanzfilmVideotanzfilmabend, The Cholmondeleys in Cross Channel, St. Petri 1998

Stadtkulturprojekte, Stadtteilkunstprojekte, Festivals...

trompeteStadtKulturProjekte ZeitRaum, Atemgold 09, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund, 1996

Film, Theater, Performance, Hörspiele, Musik ...


Neben den Ausstellungen haben die Filmprojekte von akku und vhs\\kino.plus eine besondere und lange Tradition in der St. Petri-Kirche. In regelmäßigen Abständen finden kommentierte Filmvorträge von Ernst Schreckenberg statt. Zu jeweils einem Thema werden aus entsprechenden Filmen Ausschnitte so zusammengestellt und kommentiert, dass die Faszination dieser filmischen Ästhetik spürbar wird. 1994 stand das Thema Kreuz im Rahmen des Stadtkulturprojektes Arbeitstitel Kreuz im Mittelpunkt. Es folgten weitere Themen, die jeweils in umfangreichere thematische Projekte eingebunden waren so z.B. das Thema Hauptrolle Jesusim Rahmen des Ausstellungsprojektes 100 Jahre Kino und Kirche, das Thema Zeit(t)räume, das filmische Inszenierungen von Zeit und Raum im Rahmen des gleichnamigen Stadtkulturprojektes 1996 zeigte, sowie das Thema "Das monströse Böse" im Rahmen des Themenprojektes "Das Böse" von St. Petri – Kirche in der City. An diese Reihe knüpfen die kommentierten Filmvorträge zum Thema Elemente/Jahreszeiten an, die im Juni 2002 begannen und jeweils zweimal jährlich geplant sind.

murnau petri

Stummfilm mit Livemusik, F.W. Murnau, Der letzte Mann, St. Petri 1999

Seit 1995 hat sich die Reihe Stummfilm mit Livemusik herausgebildet, die bis heute bereits 12 Klassiker der Stummfilmära zeigte und zum unverzichtbaren Bestandteil Dortmunder Filmprojekte und besonders auch junger Filmfreundinnen und -freunde geworden ist. Die Projektionen sind ausgerichtet in Richtung Turmraum und beziehen damit die besondere Atmosphäre der gotischen Hallenkirche mit ein. Die musikalische Begleitung und Untermalung der historischen Filme durch Klavier, Orgel oder Percussion-Instrumente schafft eindrucksvolle Filmerlebnisse im Raum der Kirche.

>>Eine ehrliche Lobhudelei. Die spontane Offenheit, das Interesse, der Mut und der Wille, den Kirchenraum in Dortmund für Neues, Ungewohntes zu öffnen, zeichnete von Anfang an die Zusammenarbeit von femme totale
– zunächst mit Freiräume– dann mit akku aus. Die erste Kooperation fand im Frühjahr 1991 statt. In der Petri-Kirche wurde anlässlich des 3. Internationalen Frauenfilmfestivals die Videoinstallation von Ulrike Rosenbach Or-Pheliapräsentiert. Ein Beitrag, der zuvor auf der documenta 8zu sehen war. In den folgenden Jahre ließen sich nicht immer alle hochfliegenden Projektträume realisieren, was den gegenseitigen Respekt und die Wertschätzung der Person und der Arbeit aber nie in Frage stellte. Allein das Wissen: es gibt da jemanden, der die Dinge ähnlich sieht wie man selbst und mit dem man immer gerne wieder neue Ideen entwickelt, ist oft auch eine Bestätigung für die eigene Arbeit.<<

Silke Johanna Räbiger, Festivalleiterin femme totale

Eine weitere Reihe, die sich in Zusammenarbeit mit der SK-Stiftung in Köln entwickelte, sind die Videotanzfilmabende. Die Auseinandersetzung mit Film, Video und Multimediatechnologie fließen zunehmend in die Arbeiten zeitgenössischer Tanzkompanien ein. Neben dem Einsatz von Film- und Videoprojektionen oder Fernsehmonitoren auf der Bühne, sind mit einer jungen Choreografengeneration in den letzten 15 Jahren unzählige Video- und Filmtänze als Choreografien mit Kamerablick entstanden. Birgit Hauska, Referentin der SK-Stiftung in Köln, stellt in regelmäßigen Abständen jeweils zu verschiedenen Themen ein vielfältiges Programm zeitgenössischer Videotanzfilme in der St. Petri-Kirche vor.

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Videotanzfilmabend Männerrituale, Enter Achilles, St. Petri 2002

>>Video-und Filmtänzekönnen an jedem Ort, in jeder Landschaft oder in jeder vorstellbaren fiktiv erschaffenen Welt spielen und sind nicht länger auf den Kunstraum Bühnefixiert. Der Tanz ist nicht mehr nur in eine Richtung orientiert, weil die mobile Kamera den Tanz aus allen Perspektiven und Distanzen verfolgen kann und über Kameraführung zum Mittänzer wird. Der wechselnde Blick der Kamera in unterschiedliche Räume und die über den Filmschnitt erzeugten Bewegungen forcieren das Tempo der Bilder und deren Dichte. So ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade ein junges filminteressiertes Publikum für Videotanz begeistert. Diese Präsentationsform der medialen Verknüpfung zieht ebenfalls ein generell kunstinteressiertes Publikum an. Für den Tanz bedeutet das letztendlich ein wachsendes Interesse.<<
Birgit Hauska, SK-Stiftung Kultur, Köln

Im Laufe der Jahre gab es einige Aufführungen im Bereich Theater und Performance, die in der St. Petri-Kirche stattfanden bzw. auch in ihrem Raum produziert wurden. In diesen Produktionen waren immer unterschiedliche Kunstformen wie Tanz, Theater, Performance, Musik und Fotografie im Dialog, so bspw. bei den Produktionen Sternenfeder von und mit Michael Jüllich und der Tänzerin Pilar B. Ferre, bei dem Theaterstück Rendezvous Sacral von Rolf Dennemann oder bei der Ausstellung mit Musik Alles ist Wasser – Fotografische Landschaften und Piano Solo von Jürgen Wassmuth und Harald Köster.

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artscenio, Rendezvous Sacral, Tanz und Theater, St. Petri 1999

Die Aufführung einer Theaterproduktion in einem Kirchenraum und mehr noch, die Produktion für diesen Raum ist mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Aufgrund der begrenzten Ressourcen von akku konnten nur unregelmäßig solche Produktionen ermöglicht werden, aber auch insbesondere deshalb, weil ein Schwerpunkt von akku im Bereich der darstellenden Kunst mit den Tanzprojekten in St. Reinoldi gelegt wurde.

Die St. Petri-Kirche sollte ein Ort des Experimentes sein und so experimentierte akku in den ersten Jahren mit verschiedensten Veranstaltungsformen und Projektreihen, die jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht alle weiterentwickelt wurden. Hierzu gehören die Literarischen Predigten, die bei den Freiräumeneinen Schwerpunkt im Bereich Literatur gebildet hatten und von Kirche in der City und akku in den Jahren 1992 bis 1994 mit Sabine Deitmar, Sabine Brunner, Jürgen Wiersch, Thomas Kade, Angelika Janz, Gertrud Seehaus und Levent Aktoprak fortgesetzt wurden. Da sich im Laufe der Jahre andere Gottesdienstformen an St. Petri herausbildeten, wurde diese Veranstaltungsreihe beendet.

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Hörspiel, Aspects of law and order, Karl-Heinz Blomann, St. Petri 1999

Auch die Hörspiele, die akku in der akustisch spannenden Kirche initiierte, waren ein Experiment. Was hören wir? Was geschieht mit uns, wenn wir hören? Diese Fragen stellte Manfred Mixner, Leiter der Hörspielabteilung des SFB, zu Beginn im Herbst 1998 und gab anhand von Klangbeispielen einen Einblick in die Geschichte des Hörspiels. Im Jahr 1999 folgte die Präsentation der Hörspiele Goldberg Variationen von Dieter Kühn, Aspects of Law and Ordervon Karl-Heinz Blomann und Kleist besingen, ein Radio Essay von D.Stephan Bock. Das Interesse des Publikums blieb an dieser Veranstaltungsform eher begrenzt, vielleicht weil sich die klassischen Hörspiele ohne Live-Anteil doch eher im Kopf abspielen und der Raumbezug gering ist. So wurde diese Reihe nicht fortgesetzt, gleichwohl haben die grundsätzlichen Fragen nach dem Hören und dem Verstehen immer wieder die weitere Arbeit von akku begleitet.

akku hat vereinzelt auch Konzerte in St. Petri und St. Reinoldi sowie in der Nicolaikirche durchgeführt, diese Aktivitäten jedoch zunehmend eingestellt. Einerseits hatte die Evangelische Kirche in Dortmund im Bereich der Kirchenmusik einen deutlichen Schwerpunkt gesetzt. Andererseits bildete sich ein musikalischer Schwerpunkt in St. Petri im Bereich Neue Musik heraus, der von St. Petri – Kirche in der City initiiert und durchgeführt wurde.

akku hatte in den ersten Jahren einen deutlichen Arbeitsschwerpunkt in St. Reinoldi und St. Petri gesetzt. Darüber hinaus war akku mit Einzelprojekten an unterschiedlichen Orten in Dortmund aktiv, so auch in der St. Marien-Kirche, wo verschiedene Projekte im Gespräch mit der Marienkirchengemeinde und im Rahmen der dortigen Profilbildung entwickelt wurden, so z.B. ein musikalisches Programm der Musikschule Dortmund im Rahmen des Projektes Arbeitstitel Kreuz, das Ausstellungsprojekt "Bilder der Bibel – Gemälde und Illustrationen" von Bodil Kaal und im Rahmen der Internationalen Kulturtage der Stadt Dortmund mit Dänemark 1998 oder eine Lesung mit Dorothea Kühl-Martini, um nur einige Beispiele zu nennen.

Im Laufe der Jahre gab es noch viele unterschiedliche Projekte, Experimente oder Beteiligungen von akku, so z.B. die Einbeziehung zeitgenössischer Musik in Gottesdienste, die Beteiligung an dem Projekt Heimat im Haus Beckhoff in Brackel, der Aufbau eines Kulturtreffpunktes in der Kirchengemeinde Oberdorstfeld oder die Ausstellung Tschernobyl, die Fotos von Jürgen Wassmuth im Gemeindehaus Lütgendortmund zeigte.

Auch in Kulturprojekten an verschiedenen Orten im Stadtgebiet war akku eingebunden. So bspw. 1993 in das Kinder-Nordstadtprojekt "Ich höre was, was du nicht siehst" des Kulturbüros der Stadt Dortmund. akku war Partner der Kulturkonferenz Atelier Europa1993, die die KulturKooperative Ruhr und das Kulturbüro der Stadt Dortmund im Mallinckrodt-Gymnasium organisierten sowie des Konzertprojektes Klangspuren im Rathaus Dortmund.

Die Aufführungen "De rode Tafel" des Griftheaters Amsterdam auf dem Gelände der Thier-Brauerei 1995 wurde vom Theater Fletch Bizzel in Zusammenarbeit mit akku realisiert, eine Aufführung der Butoh Tänzerin Carlotta Ikeda organisierte akku im Theater Dortmund.

Die ausführliche Beschreibung dieser vielfältigen Einzelprojekte, die akku im Laufe der Jahren durchführte bzw. an denen akku beteiligt war, soll verdeutlichen, dass es in der Arbeit zu Strukturveränderungen und Konzeptentwicklungen sowohl in Bezug auf die vielen Spielorte als auch in Bezug auf die vielen Einzelprojekte kommen musste. Allein aufgrund der personellen und finanziellen Möglichkeiten wurde darüber hinaus deutlich, dass akku nicht an allen Orten und nicht auf allen kulturellen Gebieten tätig sein konnte, bei gleichzeitigem Erhalt der notwendigen Qualität kultureller und künstlerischer Konzepte. So führten diese Erfahrungen zu einer notwendigen Konzentration der Arbeit, einerseits zu einer Schwerpunktbildung im Bereich der kulturellen Inszenierung der Innenstadtkirchen mit klarem Angebotsprofil und andererseits zur Bündelung verschiedener Veranstaltungsformen und künstlerischer Ereignisse und damit zu einer konzeptionellen Entwicklung von Stadtkulturprojekten und Stadtteilkunstprojekten. Nur so war es möglich, klare Konzepte zu entwickeln, die für die Menschen übersichtlich und verlässlich und in der Öffentlichkeit vermittelbar waren.

 

Stadtkulturprojekte, Stadtteilkunstprojekte, Festivals ...


Seit 1992 initiiert akku in regelmäßigen Abständen Stadtkulturprojekte und Stadtteilkunstprojekte in Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen, freien Kulturträgern, Kirchengemeinden und kirchlichen Arbeitsbereichen. Die Konzeptionen der Projekte wurden von akku und eigens für die Projekte eingerichteter Arbeitsgruppen entwickelt. Die jeweils gewählten und sehr unterschiedlichen Veranstaltungsformen orientierten sich nicht nur am Thema des Projektes, sondern auch an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten der beteiligten Partnerinnen und Partner, der Künstlerinnen und Künstler, und waren so angelegt, dass kommunikative Prozesse ermöglicht wurden. Atelierbesuche, Werkstattgespräche, Vorträge, Führungen, Workshops und Ausstellungen gehörten zum Programm und gaben Einblicke in die Entstehungsprozesse künstlerischer Arbeiten. Kirchengemeinden öffneten ihre Räume für die Kunst. Viele Menschen nutzten die Gelegenheiten, Künstlerinnen und Künstler kennen zu lernen und zu befragen; für viele eine Hilfe, ein Verständnis für zeitgenössische Kunst zu entwickeln.

Im Herbst 1992 entwickelte akku zum ersten Mal ein Kunstprojekt mit dem Titel KunstRaumKirche, das den Dialog Kunst und Kirche in vielfältiger Weise eröffnete. Im Rahmen des Projektes wurden für die historischen Innenstadtkirchen St. Reinoldi und St. Petri eine Installation und ein Konzertprojekt entwickelt. Die Objekte Bewegung, Lauf und Bewegung-Rückbewegungentstanden in der Auseinandersetzung mit den Themen Zeit, Rhythmus, Prozess, Kreislauf und Berührung. Sie sollten den Besuchern andere Blickwinkel und neue Zugänge zu aktueller Kunst ermöglichen. In der Reinoldi-Kirche fand ein Konzert mit dem Mercurius-Wagen statt, das die architektonisch-akustischen und die kulturell-spirituellen Besonderheiten des Kirchenraumes mit einbezog. Die Künstlerinnen und Künstler gaben durch Atelierbesuche und Werkstattgespräche Einblicke in ihre Arbeit.

Kooperationspartner: Kirche in der City
Künstlerinnen: Christine Refke und Dina Nur
Musiker: Horst Rickels und Joop van Brakel

Die alltagskulturelle Bedeutung des Kreuzes und die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kreuz standen im Vordergrund des Projektes Arbeitstitel Kreuz (1994), an dem sich verschiedene Kulturinstitutionen und Kirchengemeinden sowie das Kulturbüro Stadt Dortmund als Partner mit unterschiedlichsten Veranstaltungen in der ganzen Stadt beteiligten. Die Ergebnisse der künstlerischen Arbeiten wurden in verschiedenen Kirchenräumen in Dortmund präsentiert. Lesungen, Diskussionen, Filmabende, eine Schreibwerkstatt und ein Gottesdienst fanden reges Interesse. Das Projekt Arbeitstitel Kreuz zeichnete sich durch vielfältige und unterschiedliche künstlerische Ergebnisse zum Thema aus, aber besonders auch durch das hohe Maß an kreativer Zusammenarbeit der verschiedenen Kooperationspartner.


Kooperationspartner: Katholische Heilig-Kreuz Gemeinde, evangelische Gemeinden St. Nicolai, Asseln und Hombruch, Katholisches Bildungswerk, Museum am Ostwall, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, St. Petri – Kirche in der City, VHS-Kommunales Kino, Synodalverband der Frauenhilfe und Gruppen der Musikschule
Künstlerinnen und Künstler: Patricia Aha, Markus Linnenbrink, Dina Nur, Hildegard Skowasch, Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design, unter Leitung von Prof. Schrader


>>Für meine Studentinnen und Studenten war der Kunstraum-Kirche eine einmalige außergewöhnliche Herausforderung zum Thema Kreuzungen. Es entstand ein überaus breites Spektrum von künstlerischer Auseinandersetzung in Form von Bildern, Zeichnungen, Collagen, Fotos, Objekten, Installationen bis hin zur Performance. Es war eine beeindruckende Erfahrung, dass man nicht nur in den Kirchenraum vorstößt, sondern auch religiöse Aspekte berührt. So sind viele von der Form ausgegangen. Dass die Auseinandersetzung im Kirchenraum dann auch eine ungewöhnliche Tiefe bekommen hat, war für viele verblüffend – und sie waren auch berührt von der Ernsthaftigkeit, mit der ihre Arbeiten betrachtet wurden. Ein wirklich engagiertes Kulturprojekt von akku, der FH Dortmund und den Rezipienten!<<
Prof. H.D. Schrader, FH Dortmund

zeitruam

StadtKulturProjekt ZeitRaum, Eröffnungsveranstaltung Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund 1996

In über 20 verschiedenen Veranstaltungen von September bis November 1996 beschäftigte sich das StadtKulturProjekt ZeitRaum mit den Themen Zeit und Raum und ihren Veränderungen im digitalen Zeitalter. Die geistige Auseinandersetzung mit Zeit und Raum ist in allen Kulturen zentrales Element des jeweiligen Weltbildes und wandelte sich mit den Erkenntnissen, Erfahrungen und Anschauungen der Menschen im Laufe der Geschichte. Diesem Prozess, der nie abgeschlossen sein wird und der Teil unserer Existenz ist, näherten sich Künstlerinnen und Künstler in unterschiedlicher Weise: Die Tanzproduktionen setzten die Themen choreografisch um; Filmprojekte gestalteten filmische Inszenierungen von Zeit und Raum; Raumkonzerte vermittelten die Zeitwahrnehmung in der Musik; es fanden künstlerische Aktionen und Installationen im Stadtraum statt. Zwei begleitende Foren thematisierten die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und die religiöse Bedeutung der Themen.

Kooperationspartner: Kulturbüro Stadt Dortmund, Förderverein Kirche und Kultur, Institute für Kunst und ihre Didaktik und Musik und ihre Didaktik der Universität Dortmund, Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design, VHS-Kommunales Kino, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Theater Dortmund, Theater Fletch Bizzel, femme totale e.V., Kirche in der City, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., Paulus-Kirchengemeinde, Kirchengemeinde Probstei, Heilig-Kreuz-Gemeinde
Künstlerinnen und Künstler: Daniel Goldin, Carlotta Ikeda, S.O.A.P., Atemgold 09 & Jürgen Wiersch, Ludwig Kaiser, Karl-Heinz Mauermann, Studentinnen und Studenten der Institute für Kunst und ihre Didaktik und Musik und ihre Didaktik der Universität Dortmund, Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design

nahbereich

Stadtteilkunstprojekt Nahbereich Kunst und Kirche, Evangelische Kirche Lütgendortmund 1997

Begegnungen zwischen Bewohnern und Künstlern zu schaffen, die im gleichen Stadtteil leben und arbeiten, war ein zentrales Anliegen des Stadtteilkunstprojektes Nahbereich Kunst und Kirche 1997. Ein weiteres Anliegen war aber auch, dass Kunst zur Kirche kommen sollte und Kirche zu den Künstlerinnen und Künstlern. Künstlerische Arbeit sollte erfahrbar werden, von der Idee bis zur Ausführung. Darüber hinaus konnten Interessierte sich über künstlerische Organisationsstrukturen wie Künstlerhäuser, Museen, Galerien, Kunstvereine usw. informieren. Acht Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund erarbeiteten, zum Teil in Zusammenarbeit mit den Bürgern, Kunstwerke oder künstlerische Aktionen für einen öffentlichen Raum im Stadtteil. Räume wurden geöffnet für Gespräche und für vielfältige Positionsbestimmungen zur zeitgenössischer Kunst. Ausgangspunkt waren Kirchengemeinden in acht Stadtteilen Dortmunds.

Projektleitung: Linda Opgen-Rhein, Jochen Plückelmann
Kooperationspartner: Evangelische Kirchengemeinden Asseln, Brackel, Hombruch, Lütgendortmund, Melanchthon, Nicolai, Paulus und die katholische Kirchengemeinde Heilig-Kreuz
Künstlerinnen und Künstler: Dina Nur, Christine Refke, Bernd Moenikes, Mathias Schubert, Willi Otembra, Andrea Behn und Peatc Vossmann, Sonja Kuprat


>>Kunst zielt auf den Menschen.In der heutigen Zeit ver- suchen Kirche und Künstler wieder neu aufeinander zuzugehen, wieder stärker miteinander zu reden, zu handeln und auch gemeinsame neue Wege zu erkunden. Originalität und eigenständige Kreativität wollen wieder ganz neu erkundet werden. Ein Abenteuer ohne sicheren Ausgang:  Während der Durchführung des Projektes die Konzeption der Wirklichkeit der Gemeinde anpassen. Erkennen, dass die bildende Kunst kein Magnet ist, dass die meisten Menschen sich schwer tun, sich damit zu beschäftigen. Kein Interesse an aktiver Beteiligung, deshalb dankbar sein und Freude empfinden über die Wenigen, die das Wagnis mittragen. Die manchmal mehr frustriert sind als ich. Glauben, dass ein erster Schritt getan ist, dem weitere folgen sollen. Aller Anfang ist schwer. Aber er muss gemacht werden.<<
Peatc Vossmann, bildender Künstler

dazw

6. Theatertage der Kirche, DaZwischen, Festival, St. Petri 2001

Im Mai 2001 waren akku, das Kulturbüro Stadt Dortmund und der Arbeitskreis Kirche und Theater e.V. in der EKD Veranstalter der 6. Theatertage der Kirche, DaZwischen, einem Tanz- und Theaterfestival, das traditionell alle zwei Jahre durch die Landeskirchen zieht und in diesem Jahr in Dortmund stattfand. Präses Manfred Sorg hatte die Schirmherrschaft übernommen. Aus über 100 Bewerbungen konnte eine Jury 12 Tanz- und Theatergruppen aus der ganzen Bundesrepublik einladen. Die Theatertage der Kirche boten ein Forum der Begegnung, Raum und Möglichkeiten des inhaltlichen und künstlerischen Dialogs zwischen Kirche und Theater, zwischen Religion und darstellender Kunst. Das Thema des Festivals DaZwischen wurde von den Tanz- und Theaterproduktionen in unterschiedlicher Weise aufgegriffen und künstlerisch verarbeitet. Nachgespräche zu den Produktionen vertieften diese Bezüge. Der Schwerpunkt des Festivals in Dortmund lag im Bereich Tanz und konnte sich so die langjährigen Erfahrungen von akku in der künstlerischen Inszenierung von Kirchenräumen durch Tanzproduktionen zunutze machen. Ziele, Chancen und Grenzen der kulturellen Inszenierung von Kirchenräumen waren die Themen des Gesprächsforums zur Eröffnung des Festivals.

Projektleitung: Marita Marrenbach, Karin Lemke
Kooperationspartner: Kulturbüro Stadt Dortmund und der Arbeitskreis Kirche und Theater e.V. in der EKD, Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater e.V.
Spielorte: St. Reinoldi-Kirche, St. Petri-Kirche, Theater Fletch Bizzel, theater im depot, Reinoldinum, Gemeindezentrum der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund
Künstler: Folkwang Tanzstudio und Henrietta Horn, Theater in der Kirche DIE BOTEN, Tirzah Haase, LIZ-Theater, Theaterwerkstatt Bethel, Töfte Kinder- und Jugendtheater, YOL Tanzensemble, Lina do Carmo, ALARM!Theater, Theater Salpuri, The Dance Studio Banská Bystrica, Britta Lieberknecht & Technicans

salpuri

Theater Salpuri, grafic Dance Theater, Quest, 6. Theatertage der Kirche, DaZwischen, Festival, St. Reinoldi 2001

>>Die Theatertage der Kircheziehen durch die Evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Nach Berlin, Dresden und Hannover fanden sie 2001 in der Westfälischen Landeskirche in Dortmund statt. Die Theatertage kommen nicht als Gast mit eigenem Spielplan, sondern sie werden von den Menschen vor Ort, ihren Institutionen, Arbeitsschwerpunkten und Traditionen entscheidend in ihrem Programm mitbestimmt. Dies geschah besonders produktiv in Dortmund, weil hier langjährige Erfahrungen mit den Darstellenden Künsten in der Kirche vorhanden sind. Der Veranstalter akku brachte diese Erfahrungen ein und gewann wichtige Tanzensembles für den Spielplan der Theatertage. Auch die intensiven Kontakte zur regionalen Kulturszene und zur Kulturverwaltung konnten für die Zusammenarbeit genutzt werden, sowohl organisatorisch und finanziell als auch für einen Kinder- und Jugendtheaterschwerpunkt. Es macht sich bemerkbar, wenn ein Team wie das von akku professionell ein Veranstaltungsmanagement leisten kann. Sachlich und sensibel wurden sowohl die Intentionen der Veranstalter berücksichtigt als auch die Interessen der Künstlerinnen und Künstler und die Bedürfnisse des Publikums. Das geschah in Dortmund und deshalb waren die Theatertage ein Erfolg.<<
Klaus Hoffmann, Leiter des Arbeitskreises Kirche und Theater e.V. in der EKD

Am 27. Oktober 2001 fand in Dortmund die 1. Dortmunder evivo-Museumsnacht mit großem Familienprogramm statt. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte als Hauptveranstalter und -koordinator und fast 30 weitere Veranstalter des Dortmunder Kulturspektrums öffneten bis zwei Uhr nachts ihre Türen und boten zehn Stunden lang ein außerordentliches Kulturprogramm mit über 200 Veranstaltungen. akku organisierte in Zusammenarbeit mit der St. Reinoldikirchengemeinde, der St. Marienkirchengemeinde und St. Petri – Kirche in der City ein eigenes Kulturprogramm der drei evangelischen Citykirchen. In der St. Reinoldi-Kirche wurden Orgelmusik, Führungen und Turmbesteigungen angeboten. Im Raum der Kirche war eine historische Fotoausstellung zu ihrer 1100-jährigen Stadtgeschichte zu sehen. Während die St. Marien-Kirche kunsthistorische und spirituelle Kirchenführungen anbot, gab es in der St. Petri-Kirche eine Nacht der Klänge. Die zu jeder vollen Stunde erklingende meditative Musik von Digeridoo über Steeldrum bis Gregorianik führte in der akustisch reizvollen gotischen Hallenkirche zu spannenden Verbindungen von Klang und Raum.

Auch an der 2. Dortmunder DEW-Museumsnachtam 28. September 2002 waren die drei evangelischen Citykirchen mit einem interessanten Kulturprogramm beteiligt.